Nicole Becher
Hallo Nicole, so tönte es manchmal über den Platz des STR Punkt 11. Dann war ich zunächst irritiert – denn eigentlich war ich hier doch als „Viva“ unterwegs! Aber dann sah ich – es waren Jugendliche aus Winterthur, die mich schon von Unti-Wochenenden kannten und jetzt natürlich die Gelegenheit nutzen, mich mit „Zivilnamen“ ansprechen zu können.
Einige Erwachsene der Gemeinde kennen mich auch von den letzten Auffahrtsgottesdiensten und den JKs.
Also, ganz unbekannt bin ich nicht mehr in Winterthur und werde hoffentlich in den kommenden Wochen und Monaten noch mehr Winterthurer kennenlernen (und sie mich). Für alle, die so gar nichts von mir wissen:
Ich heisse Nicole Becher, teile mir mit meinem Mann Stephan Koch die Pfarrstelle in Frauenfeld-Weinfelden und bin in meiner Freizeit Mutter von fünf Kindern und Tagesmutter.
Ich komme aus dem Kölner Umland (ganz aus der Nähe von Carolines Heimat) und wohne seit Herbst 2007 mit meiner Familie in Märstetten im ehemaligen Armenhaus der Gemeinde mit kleinem Garten, Scheune und einem Hof voller Kinderspielzeug und Pflanzen. Nach der Jährlichen Konferenz 2008 habe ich meinen Dienst in Frauenfeld-Weinfelden aufgenommen, bin in diesem Jahr in die volle Verbindung aufgenommen worden und seit März 2011 Jungscharpräsidentin. Nun freue ich mich auf die neue Herausforderung und Chance, für die kommenden Monate auch mit der Gemeinde Winterthur unterwegs zu sein. Mit meinem zeitlich geringen Dienstauftrag von 20 Prozent werde ich natürlich nicht so oft in Winterthur anwesend sein. Ich hoffe aber doch, meine Gaben und meine Sicht für die Gemeinde so einbringen zu können, dass die pfarrlose Zeit als Orientierung für den weiteren Weg angesehen werden kann.
Wie soll es langfristig weitergehen in Winterthur, welche Gaben sind vorhanden, wo brauchen wir Ergänzungen, was aus dem Bisherigen soll so weiterlaufen, was verändert werden – ich denke, das sind Fragen, die die Gemeinde in den kommenden Monaten bewegen.
Mit meinem Blick von aussen und dem Wissen, dass ich auch im Sommer wieder gehen werde, kann ich solche Fragen gelassen hören und stellen. Und dazu beitragen, dass Antworten im Dialog untereinander gefunden werden, damit dann nach der nächsten Jährlichen Konferenz hoffentlich mit einer neuen Pfarrperson wieder gut in ein gelingendes Gemeindeleben gestartet werden kann.
Ich freue mich auf zahlreiche Begegnungen und Gespräche,
Eure Nicole Becher


